Wird OS X.7 nur noch App Store Programme akzeptieren?

Wird OS X.7 nur noch App Store Programme akzeptieren?

Freitag, 23. April 2010


Apple hat zwar inzwischen den 'Computer' aus seinem Firmennamen verbannt, das Geschäft mit den Macs läuft aber nichts desto trotz sehr gut. Es wird ab Frühherbst 2010 mit dem Entwicklerprogramm für Mac OS X.7 gerechnet.



Wie man bei Rixstep erfahren haben will, plant Apple mit OS 10.7 einen ähnlichen Weg wie bereits bei iPhone, iPod touch und nun iPad. Die Mac Entwicklerlizenz kostet bereits wie bei ersteren nur noch 99,- Dollar.

Der Preis dafür könnte aber sehr hoch sein, denn Rixstep warnt:
Alle Entwickler müssen ihre Produkte an den App Store übertragen genauso wie iPhone-Entwickler und jetzt iPad-Entwickler dies bereits tun.

10.7 wird eine Kernel-Unterstützung auf ('insistence on') binaries besitzen, die nur Programme mit Apples Root-Zertifikat akzeptiert.

Keine Software wird auf Mac OS 10.7 ohne Prüfung und Genehmigung von Apple Inc. ausgeführt werden können.
Wer das für einen schlechten Scherz hält, sollte sich vor Augen halten wie bereitwillig die Leute ihre Freiheit bei iPhone und iPad aufgegeben haben. Auch 9to5 Mac schließt diese Entwicklung inzwischen nicht mehr aus.

Auch bei Region-codes und HDCP sowie natürlich weiterhin in Film- und Hörbuchdateien mischt Apple kräftig bei der digitalen Rechteverwaltung, dem Digital Rights Management (DRM) mit.

UPDATE: Eine angebliche E-mail von Steve Jobs soll einen Mac App Store mit einem "Nope." verneinen (Dank an Phi).









Kommentare (9)
simi-chan

23.04.2010, 23:48 Uhr
Und wie zeigen wir Apple, dass wir nicht einverstanden sind? Alle bei 10.6.x bleiben?
Wenns wirklich so weit kommt…




Tice

24.04.2010, 05:48 Uhr
Das frage ich mich auch. Im zweifel benutz ich mein aktuelles MacBook Pro bis es auseinander fällt und danach ...




Jörg

24.04.2010, 08:31 Uhr
Irgendwas wird sich tuen müssen:

Es sind eigentlich alle Themen softwaremässig beackert, die man beackern kann und bei den bestehenden Produkten wird sich nicht mehr viel tuen, ein bisschen Kosmetik, ein bisschen Featuretis. Die grossen Softwareprodukte haben sich zum grossen Teil in ihrer Produktentwicklung verrannt und ich glaube nicht, dass Firmen wie Adobe gewillt sind, noch dass sie es können, aus ihren Anwendungen wirkliche gute Produkte zu machen.

Deshalb glaube ich schon lange, dass es einen Schnitt geben wird und ich denke, dass es so ausgehen wird:

Für den Consumer ein iPhone-ähnliches OS.

Für den Entwickler das Standard-OS.

Für professionelle Kunden serverbasierende Lösungen, die Cloud für grosse.


Alles andere würde mich wundern.




robert

24.04.2010, 09:21 Uhr
Oh man! irgendwie kotzt mich Apple und mein iMac immer mehr an! Ich glaube mein nächster Rechner wird wieder Win/Linux -based. Das geht dann echt schon zu weit. Ich glaube Apple tut der Erfolg nicht so gut. Naja, die Kunden werden dann später schon zeigen ob sie damit zufrieden sind.




Phi

24.04.2010, 12:26 Uhr
1) es ist ein schlechter Scherz
2) es ist ein schlechter Scherz
3) es ist ein schlechter Scherz

Leute, die Jungs bei Apple gehen manchmal weit - aber sie sind nicht bescheuert...

Also manchmal HASSE ich dieses "mir ist heute Nacht Steve Jobs im Traum erschienen und ich weiß deshalb, was sie als nächstes tun"-Gehabe irgendwelcher Internetseiten.

Andererseits: Wenn es so kommen sollte, dann dauert es halt ungefähr 2 Tage bis zum Jailbrak für unser Betriebssystem.





ljack

25.04.2010, 12:09 Uhr
Sorry, aber das kann nur ein schlechter Scherz sein. Falls Apple das wirklich jemals verkünden sollte ist dies die Sekunde, in der ich beginne mich nach Alternativen umzusehen.
So nett der App Store für iPhone und Co. sein mag, für Computer ist er (als einzige Softwarequelle) absolut untauglich. Das wäre tatsächlich ein veritabler Selbstmordversuch von Apple.




Dr. Ott

25.04.2010, 14:09 Uhr
Schöne neue App-Klicker Welt!






Brunold

25.04.2010, 21:34 Uhr
Diesen Schritt habe ich erwartet (wenngleich als paralleles OS zum bestehenden, "offenen" gewünscht)

Deshalb teile ich die Meinung von Jörg.
Ich denke, ein "geschlossenes" OS erhöht die Sicherheit (irgendwann wird es auch Viren für den Mac geben), reduziert die Programm- und Datenpiraterie und vereinfacht den Bezug von Programmen.
Der normale User wird dabei nicht behindert, nur Piraten und (nebst ein paar unglücklichen Entwickler) Hersteller dubioser Produkte. Für Spezialisten stehen weiterhin andere Möglichkeiten zur Verfügung (wie Jörg es aufgelistet hat, oder ein Systemwechsel).
Problematisch wird es meines Erachtens erst, wenn Apple dadurch eine marktbeherrschende Stellung einnimmt (was ich auch erwarte). Apple sollte die Zulassung der Programme deshalb durch eine unabhängige Expertenkommission durchführen lassen.

So oder so, die Zukunft kommt!




Phi

26.04.2010, 10:28 Uhr
Also Apple sagt "Nö, machen wir nicht".
Angeblich.
Siehe:






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