Zeitgeist - Der Film (Video) | Tice' Weblog - Daily junk for friends

Zeitgeist - Der Film (Video)

Samstag, 12. Juli 2008




Wer den Film noch nicht kennt und etwa 2 Stunden Zeit hat sollte sich diese interessante Zusammenstellung nicht entgehen lassen.

Keywords: Korruption, Banken, Staatsverschuldung, Zinsen, Steuern, Geld, Macht, Religion, Bush, Rockefeller, Terrorismus, Krieg, Missbrauch, Regierung









Kommentare (11)
Daniel D.

12.07.2008, 16:24 Uhr
Ist zwar nicht die tollste Übersetzung, wie ich finde (sehr wörtlich alles) aber hier gibt's das Video ganz auf deutsch:




Ahem!

12.07.2008, 18:12 Uhr
Bitte nicht schon wieder!

Wenn ich noch einen Film mehr sehe, in dem behauptet wird, der CIA hätte das World Trade Center mit Cruise Missiles, die auf Video immer aussehen wie Passagierjets, gesprengt, sehen muss, dann fange ich an, das zu glauben. So blöd bin ich nämlich.

Und dann glaube ich auch, dass alle Dinge in der Welt von Juden und / oder gierigen Bankiers gesteuert werden. Nur zu gerne!

Dieser Film enthält zwei Stunden wirres Geschwafel, Anekdötchen und Hörensagen und sollte unsere Zeit nicht wert sein.




kakue

13.07.2008, 15:59 Uhr
"Anekdötchen und Hörensagen" heisst offiziell anekdotische Evidenz und ist wohl so ziemlich das Schlimmste, wozu sich ein "aufgeklärter Geist" hinreißen lassen kann.
Wer sich für Religionskritik interessiert (ist eigentlich seit jahrzehnten durchgekaut), der sollte sich lieber mit Karlheinz-Deschner beschäftigen.






Tice

13.07.2008, 19:25 Uhr
Wer meint es ginge hier um Religions-Kritik hat den Film nicht gesehen. Vielmehr geht es (im ersten Teil) um Kirchenkritik, genauergesagt um eine Einführung in den Machtmissbraucht.

Beispiele gibt es (wie in Teil 2 und 3 weitergeführt) selbstverständlich auch außerhalb der Kirche. Und genau hierum geht es bei Zeitgeist.

Es geht eben nicht um einfache Verschwörungstheorie (auch wenn diese Teilanspekte in Frage stellen) sondern um Machtmissbrauch und dessen Mechanismen.

Der Geldhandel (Leitzins und Menge des Geldes kontrolliert in den USA durch die FED) ist ein solches Machtinstrument.

Wer hier nur plumpe Meinungsmache vermutet sollte einmal die Biographie von Thomas Jefferson lesen (3. Präsident der Vereinigten Staaten und Schreiber der Unabhängigkeitserklärung).

Interessant ist wie dieser Mann (der übrigens bei der französischen Revolution mitwirkte) gegen die Korrumption durch Macht (insbesondere bei der Verwaltung der Staatskasse) angekämpft hat. Dadurch versteht man worauf sich die Zitate in Zeitgeist beziehen.

Unbestritten sollte man nicht alles unzerkaut schlucken, schlecht gemacht und vollig sinnfrei ist Zeitgeist aber keineswegs.




kakue

14.07.2008, 02:10 Uhr
"Der Geldhandel (Leitzins und Menge des Geldes kontrolliert in den USA durch die FED) ist ein solches Machtinstrument."

-> Soll die FED den US-amerikanischen Geldhandel nicht kontrollieren? Falls nicht, wer dann?

@Tice: Vormulierungen, wie "hat [xxx] nicht gesehen" sind plumpe Anmache. Mir ist es ehrlich gesagt ziemlich egal, ob Du oder jemand Anderes glaubt, ich hätte etwas gesehen oder nicht.
Du lenkst die Diskussion damit schlicht in eine andere, die falsche, Richtung:
Möchtest Du, dass ich darauf antworte, dass Du yyy offensichtlich nicht verstanden habest?
Wobei ich für yyy einsetzen könnte: "den Film", die Vokabel "Religionskritik" oder etwas anderes.

"Schlecht gemacht" ist Zeitgeist keineswegs, da stimme ich Dir zu. Es wird lange brauchen, um all die Halbwahrheiten und verkürzten Darstellungen wieder geradezubiegen.

Und noch ein letztes: welche Biographie über Jefferson meinst Du? Hattest Du vielleicht die Jefferson Bible gemeint?




Tice

14.07.2008, 10:53 Uhr
"Soll die FED den US-amerikanischen Geldhandel nicht kontrollieren? Falls nicht, wer dann?" Genau das ist der Punkt! Einfach mal recherchieren wer die Köpfe hinter der FED sind, das ist sehr interessant und dadurch stellt man sich schon Fragen.

Mit "nicht gesehen" meine ich nicht angesehen (auf keinen Fall aber "nicht verstanden", das würde ich mir nicht anmaßen, vielleicht hab ich es ja nicht verstanden).

Was ich meine ist: Man kann den Film etwas anlaufen lassen und nach 5 oder 10 Minuten abschalten und sagen "..ach, kenn ich, ist einer von diesen Filmen". Dann hat man den Anfang gesehen der um Religion geht, also der Aufbau des ersten Teils um Machtmissbrauch der Kirche in Europa.

Man kann aber auch irgendwo mal reinsehen und bekommt dann vielleicht den (meineserachtens) abgedroschenen Part über die Hintergründe des Terrorismus mit - 9/11 etc. Alles schon gehabt, kann man als Verschwörungstherie abtun oder dran glauben oder aber kritisch betrachten.

Zur Zeit des zweiten World Trade Center Anschlags wohnte ich 250m von Herrn Mohammed Ata entfernt, ein guter Freund wohnt direkt gegenüber. Er studierte in der TUHH 100m von meiner damaligen Wohnung.

Mitzubekommen wie erst die Polizei/ der BND und später die Presse danach die Straße in Beschlag nehmen, bringt einem das Ganze schon näher als mal will. Und auch fragt sich schon mehr als nur ein bisschen was dahinter steckt.

Ich bin sicher niemand den man als Verschwörungstheoretiker bezeichnen würde, aber Neugierde (und damit meine ich auch Eigenrecherche) ist gut und wichtig. Wie gesagt - Inhalte aus einem Film wie Zeitgeist ungefiltert, unkritisiert und unhinterfragt zu glauben ist bestimmt nicht das Wahre, aber interessant ist es allemal.

Die Bio- bzw. Monographie über Thomas Jefferson ist von Peter Nicolaisen und ist im rororo-Verlag erschienen. Die "Bible" kenne ich nicht.




Rüdi

14.07.2008, 15:47 Uhr
Den Anfang mit der Erklärung über die monotheistische Religionen und den Sternzeichen-Kram finde ich sehr interessant. Das wusste ich vorher nicht. Darauf hin hab ich mal nen Bekannten, der Dr. der Theologie ist, gelöchert, ob das denn so alles stimmt, was die da in dem Film erzählen und der hat mir das dann auch noch mal so erklärt.
Vor den ganzen Verschwörungstheoretikern hab ich keine Angst. Ich finde es eher interessant auf was für Thesen manche Leute kommen, wenn sie Dinge hinterfragen und nicht einfach alles fressen, was sie von de Medien vorverdaut bekommen.






kakue

14.07.2008, 18:53 Uhr
""Soll die FED den US-amerikanischen Geldhandel nicht kontrollieren? Falls nicht, wer dann?" Genau das ist der Punkt! Einfach mal recherchieren wer die Köpfe hinter der FED sind, das ist sehr interessant und dadurch stellt man sich schon Fragen."

welche Fragen stellst Du Dir denn?
Und die Formulierung "Köpfe hinter der FED" verstehe ich auch nicht. Die Funktionsträger sind doch bekannt, ihre CVs sind online und ihre Strategien ebenso offenbar; "actions speak louder than words!".

Präzisiere Deine Vorbehalte doch mal.




Tice

14.07.2008, 19:31 Uhr
Also gut: Die Federal Reserve Bank bzw. deren Leitung besteht aus dem Board of Governors, den zwölf FED Banken und diversen Mitgliedsbanken.

Die Geldmenge wird von der FED zusammen mit dem Münzamt und dem Bureau of Engraving and Printing in Washinton DC bestimmt (dort hab ich mal 2 Dollar Noten als Bogen gekauft und beim Geldscheindrucken zugesehen).

Die eigentliche Institution zur Bestimmung der Geldmenge wie auch des Leitzins ist aber der Federal Open Market, dessen Vorsitzender bis vor wenigen Jahren Alan Greenspan war.

Um den Bogen zurückzuführen: Die Verantwortlichen bei der Federal Reserve sind zum entscheidenden Teil Leute der Mitgliedsbanken (die gleichzeitig aber auch die Eigentümer sind).

Nun eine der vielen Fragen: Wessen Interessen vertritt jemand der Geldmenge und Geldwert bestimmen kann, wenn er bei höherer Staatsverschuldung direkt als Kreditgeber an den Zinsen verdient?

Ich weiß, vielen ist das alles zu nervig und verworren. Wer weiß überhaupt (ohne Anstoß einmal nachzufragen) etwas von diesen Dingen? Ich schließe mich mit ein wenn ich sage: Die Wenigsten!

Und daher finde ich es gut wenn es Leute gibt die solche Fragen aufwerfen. Welche Schlüsse man am Ende daraus zieht und ob die mit den Schlüssen aus dem Film übereibstimmen bleibt einem ja selbst überlassen.




Tice

14.07.2008, 19:43 Uhr
Den Text aus dem Film zu diesem Thema gibt es übrigens hier:




kakue

15.07.2008, 23:58 Uhr
ok, die Frage

"Wessen Interessen vertritt jemand der Geldmenge und Geldwert bestimmen kann, wenn er bei höherer Staatsverschuldung direkt als Kreditgeber an den Zinsen verdient?
"

ist in der Tat berechtigt, nur die Antworten, die der Film darauf zu geben scheint, ist abstrus.
Darf ich kurz (wirklich ganz kurz) darauf antworten?

1. Banken sind nicht gleichzusetzen mit "Kreditinstituten"; dies meine ich nicht rechtlich, sondern bezogen auf das Geschäftsmodell: Hypothekenbanken, Investmentbanken, Broker, etc. sind alle keine Kreditinstitute, leben also nicht von der Kreditvergabe (das gilt auch für Hypothekenbanken, die sich wenige über Einlagen, als vielmehr über Pfandbriefe refinanzieren).
Somit ist nicht automatisch gegeben, dass besagte Damen und Herren Interesse an hohen Zinsen hätten.

2. "Kreditinstitute" verdienen nicht an hohen Zinsen, sondern am Spread zwischen den verschiednen Zinssätzen.

3. Das ist das spannende: gerade in den USA würde eine Geldpolitik, die den Interessen der Banken entgegenläuft völlig nutzlos sein! Sie würde geradezu verpuffen, allein die Transaktionskosten erhöhen und für Friktion im Markt sorgen.
Es ist absolut richtig, die Bankenvertreter mit ins Boot zu holen!!

Geldmengen M1, M2, M3 sind Dir/Euch ein Begriff?
Die Zentralbanken bestimmen die Geldmenge, richtig. Aber sie sind absolut nicht die einzigen!
Die Geldmenge wächst doch vor allem durch die Kreditvergabe, also unter anderem (!) durch die Geschäftstätigkeit der Banken!

Statt die Zeit mit diesem scheiss Film zu verplempern (Tschuldigung!) kann ich Euch empfehlen: Burda&Wyplosz "macroeconomics - a European text"; ich habe die third edition. Das Buch macht sehr großen Spass zu lesen.
Danach sieht man so manchen Helden der Talkshows mit völlig anderen Augen (und ärgert sich über die zunehmende Volksverblödung)






Kommentar eingeben:







b b a b a f ☞