Testbericht zum drobo Storage Robot

Samstag, 10. Mai 2008

Bereits im Februar hatte ich einen Beitrag zum Datenspeichersystem drobo geschrieben. Nun kommt der Test.



Wer Spaß an Auspackbildern hat kann sich natürlich zuerst diese sieben Fotos ansehen (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7).

Zunächst fiel mir die Größe des Gerätes auf. Es ist deutlich kleiner als ich es von den Fotos bisher vermutet hatte. Zum Vergleich hier eine LaCie-Festplatte. Kurz zur Info: Die Abdeckplatte vorne wird magnetisch gehalten.



Die 1-2-3 Anleitung erfordert keine großen Kenntnisse: Platten einstecken, USB-Kabel und Stromkabel anschließen, Installations-CD einlegen und konfigurieren.







Es sei zu erwähnen, das nur ein englischsprachiges Handbuch beiliegt. Auch die Verwaltungssoftware Drobo Dashboard ist nicht lokalisiert. Da die Benutzung jedoch extrem einfach ist, fällt die fehlende Lokalisierung nicht allzusehr ins Gewicht.

Zur Konfiguration braucht man zunächst nur das Apple-eigene Festplatten-Dienstprogramm (im Ordner Programme - Dienstprogramme), mit welchem man die Festplatte(n) löscht und einrichtet (dauert ca. 1-2 Minuten):



Gleich nach Fertigstellung meldet sich Time Machine:



Zusätzlich kann nun das Verwaltungsprogramm Drobo Dashboard - hat nichts mit dem Apple Dashboard zu tun - installiert werden (hier noch Screenshots der erweiterten Optionen 1 und 2):



Der erste Test galt dem Aufspielen von Daten. Das Kopieren von 4,21GB Daten dauerte per USB 2.0 hier 5 Minuten und 36 Sekunden, was einem Schnitt von etwa 1 Minute 20 Sekunden je GB entspricht. Wer bisher mit USB 2.0 oder FireWire 400 bei Festplatten auskam sollte hier keine Probleme haben.

Der zweite Test war nun der Wechsel einer Festplatte. Das orange-grüne Blinken signalisiert, dass diese Platte nicht entfernt werden darf.

Nach Einschieben der neuen Festplatte war das System schnell wieder einsatzbereit, brauchte jedoch 20 Minuten um wieder im gesicherten Modus zu laufen. Hier scheint das interne System nicht nur die Datenheader zu prüfen sondern den gesamten Festplatteninhalt durchzuarbeiten. Das dauert länger, ist aber auch die deutlich sicherere Lösung.

Pro und Contra (8,5 von 10 Punkten)

+ Relativ leise
+ Kleiner als gedacht
+ Sehr einfache Konfiguration
+ Schönes Design
+ Extrem einfache und sichere Backup-Lösung
+ Gute und bequeme Erweiterungsmöglichkeit

- Nur USB 2.0 (kein FireWire 800)*
- Lange Restore-Zeiten
- Handbuch & Verwaltungsprogramm in englisch
- Firmware Updates sehr versteckt

Fazit: Das Datenbackup-System drobo macht einen soliden Eindruck. Lediglich die USB 2.0 Schnittstelle und die langen Wiederherstellungszeiten beim Plattenwechsel fallen negativ auf.

Wer nach einer bequem zu bedienenden, sicheren und gut erweiterbaren Backup-Lösung sucht und den Preis von ca. 500,-Euro + Festplatten (im 2 TB-Paket zusammen ca. 800,- Euro) nicht scheut, erhält mit drobo ein wirklich brauchbares Gerät (Cyberport-Link).

*UPDATE: Jetzt auch mit FireWire 800 erhältlich.

Keywords: Auspackzeremonie, RAID5 System, simple Backuplösung, Redundant Array of Independent Disks







Kommentare (5)

nilli | 10.05.2008, 15:49 Uhr

Und? Machst du damit jetzt auch Timemachine Backup oder nur mit superduper oder ccc? Und hast du das im Raid konfiguriert, damit eine Platte immer das Backup der anderen ist?


Tice | 10.05.2008, 16:41 Uhr

Backup wie gehabt mit Scotty (beta für Leopard). Sichert brav alle wichtigen Library-Dateien. Konfigurieren muss man bei drobo ja nichts, das Teil sichert ja automatisch doppelt.


Joe | 10.05.2008, 20:37 Uhr

Super, endlich jemand der das Teil in einer MAC Umgebung testet... Weiter so Tice


JAguar | 11.05.2008, 00:42 Uhr

ich hätte da auch noch ein paar fragen: verbraucht 1GB immer genau 2GB dann auf dem drobo-system, vielleicht mehr oder weniger? kann man festplatten mit unterschiedlichen kapazitätten einbauen?

lg JAguar


Tice | 11.05.2008, 00:51 Uhr

1GB wird gespiegelt und nimmt damit 2GB Festplattenplatz ein. Es lassen sich unterschiedlich große Serial ATA 3,5" Festplatten verwenden. Auch die Geschwindigkeit spielt keine Rolle.





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