Google beobachtet dich - Folgen der Personalisierung

Google beobachtet dich - Folgen der Personalisierung

Mittwoch, 5. Februar 2020


Oftmals muss man mit der Menge der Daten die gesammelt wurden konfrontiert werden, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Privatsphäre bedeutet.

Jeder der einen Google-Account hat (z.B. über YouTube, über Android mit einem Google-Play Zugang, über GMail, etc.), kann solange er eingeloggt ist (und darüber hinaus!), von Google in seinen Aktivitäten zugeordnet werden.

Google-Aktivitaeten

Jede Suchanfrage, jedes Suchwort, jede daraufhin besuchte Seite speichert Google dann ab. Aber auch jedes YouTube-Video das man sich ansieht, wird in diesem Verlauf gespeichert.

Google schafft es aus diesen Daten ein Profil zu erstellen, mit Alter, Geschlecht, Familienstatus, Interessen, ob Haustiere vorhanden sind, ob es sich um einen Wohneigentümer handelt, etc. - und das oft mit erstaunlicher Präzision.

Google Kundenprofil
Kein reales Profil

Daten löschen! Unter "Aktivitäten löschen nach" (links oben auf dem Bild), kann man den Gesamten Zeitraum löschen. Man sollte danach in den Aktivitäteneinstellungen die Web- & App-Aktivitäten, den Standortverlauf und den YouTube-Verlauf pausieren.

Auch die Profildaten (siehe oben) sollte man deaktivieren! Google behält die Daten allerdings, was man erkennt, wenn man nach der Deaktivierung die Personalisierte Werbung wieder aktiviert.

Wer alles diese Zugriffe nutzt kann man auf der Seite "YourOnlineChoices" sehen. Die Einstellungen werden allerdings nur als Cookie im Browser gespeichert und gehen beim Cache-löschen wieder verloren. Hier hilft nur ein Adblocker oder Anti-Tracking-Tool.

Doch auch außerhalb der Google-eigenen Seiten verfolgt Google Seitenbesucher. Auf etwa 75% der beliebtesten Webseiten sind Googles bekannte Tracker installiert. Mit Browser-Plugins wie Ghostery kann man das gut sehen.

Raus aus der Filterblase! Google filtert die Suchergebnisse für den Nutzer. Dabei geht es weniger um eine neutrale Zusammenstellung von Suchergebnissen, sondern vielmehr um das was Google dem Nutzer zeigen will. Das sorgt indirekt dafür, dass man selten "über den eigenen Tellerrand" hinausblickt.

Aber nicht nur Google sorgt für den Scheuklappen-Blick. Auch Facebook bietet mit der Werbegruppenauswahl nach Alter, Geschlecht oder Interessen Filter an, die nicht nur sinnvoll, sondern auch diskriminierend sein können.

Alternativen nutzen! Statt Google kann man z.B. Startpage oder DuckDuckGo zum Suchen verwenden. Eine erste Liste an Alternativen findet sich z.B. hier.

Nutzt Alternativen, macht sie bekannt, geht andere Wege, sucht nach Optionen, vermeidet Monopole. Und habt Spaß dabei!







Kommentar eingeben:







8 1 f c c f ☞