Tice' Weblog - Daily junk for friends

Ubuntu 18.04.2 ist da (Screenshot)

Sonntag, 17. Februar 2019


Ubuntu 18 04 2 Dateien Rhythmbox Simple Scan

Die aktualisierte Version Ubuntu 18.04.2 ist inzwischen als ISO-Datei erhältlich.

Mit der Erfahrung vorheriger Installationen geht die Einrichtung inzwischen superschnell. Wi-Fi, Drucker, alles in Minuten eingerichtet.

Wi-Fi auf neueren Macbook Pros funktioniert anscheinend nicht auf anhieb. Zunächst muss man sich ans Ethernet-Kabel hängen und unter dem Programm (nicht Systemeinstellungen!) Software & Updates - Zusätzliche Treiber - "Broadcom Cooporation ..." auswählen und anwenden. Dann wird ein passender Treiber installiert.

Nächster Plan


Nr. 4947 (19:12)




macOS 10.12 Sierra auf VMWare unter Linux Mint

Freitag, 1. Februar 2019


MacOS 1012 Sierra auf VMWare unter Linux Mint

So paradox es klingt ... Nun läuft auf meinem alten Macbook Pro 17 Zoll Linux Mint und darunter in VMWare Workstation 15 Player macOS 10.12 Sierra.

Ziel ist es mit Linux unabhängig von ewigen Updates und Inkompatibilitäten zu werden und macOS trotzdem weiter nutzen zu können. Klar könnte ich auf dieser Hardware auch macOS booten, aber für den Fall einer neuen Hardware will ich unabhängig werden.

Der Weg dahin:

VM Ware Workstation herunterladen und installieren:

https://my.vmware.com/web/vmware/downloads (VMware Workstation Player für Linux)

Terminal starten und nach sudo bash [Leerzeichen] das .bundle ins Terminalfenster ziehen.
sudo bash VMware-Player-*.bundle

Danach startet eine GUI des Installers


macOS auf VMWare installieren:

Patch unlocker runterlafen (Download ZIP):
https://github.com/DrDonk/unlocker

Das ZIP auspacken und die die folgenden Python Dateien in das oberste private Verzeichnis (dort wo Bilder, Dokumente, etc. sind) legen:

dumpsmc.py
gettools.py
test-unlocker.py
unlocker.py


Anschliessend das Terminal öffnen

sudo [Leerzeichen] tippen und die Datei lnx-install.sh ins Terminal ziehen und [ENTER] drücken und Ausführen bestätigen.

VMWare unlocker

Anschliessend VMWare starten und ISO-Datei Sierra.iso* wählen und OSX 10.12

VMWare macOS

Beim Installieren beim Punkt "There is not enough free space on OS X Base System to install." folgendes tun:

  1. Im Menü Dienstprogramme das Festplattendienstprogramm starten
  2. Hier VMWare Virtual SATA Hard Drive Media auswählen und oben Löschen klicken.
  3. Der Festplatte einen Namen vergeben, OS X Extended (Journaled) und GUID Partition Map wählen und löschen.
  4. Anschließend diese virtuelle Festplatte zum Installieren auswählen.

MacOS Sierra auf VMWare unter Linux Mint installieren

Vor dem nächsten Start war es nötig die Zugriffsrechte der .vmx-Datei in allen Bereichen auf Lesen & Schreiben zu setzen. Danach öffnete ein Doppelklick die VM.

* Wie man ISO-Dateien der macOS Installation erstellt hat Björn von uptgetupdateDE ausführlich für macOS 10.12 Sierra und macOS 10.13 High Sierra beschrieben.

macOS unter VMWare im Vollbildmodus: Hierzu muss das VMWare Tool für macOS installiert werden.

Die ISO-Datei wird im VMWare Fenster im Menü unter Virtual Machine Settings - CD/DVD (SATA) ausgewählt und gespeichert - und erscheint dann auf dem Schreibtisch (evtl. einmal macOS neustarten). Installiert passt sich die Bildschirmgröße des macOS an die VM Fenstergröße an.

VMWare Tools


Nr. 4946 (1:02)




Linux Mint im Praxistext

Mittwoch, 23. Januar 2019


Nach nun einigen Wochen mit Linux Mint (erste Screenshots und Eindrücke hier), nun mein erstes Fazit zum Praxistest. Insgesamt erscheint Linux Mint als stabiles System. Totalausfälle, Programme die das System mitreisen oder einfrieren gab es keine.

Die Einrichtung des Druckers/Scanners per WLAN war etwas hakelig (s. Bilder), noch kniffliger erwies sich das Brennen einer Audio-CD aus MP3 Dateien. Was man als Mac-Nutzer gewohnt ist kann unter Linux oft zu einer Herausforderung werden. Ist die Lösung aber erst einmal gefunden, kommt zum (früher auch mal unter Mac-Nutzern bekannten) Gefühl von eingeschworener Gemeinschaft das von "einfach anders und frei vom vorgefertigten Weg".


Zunächst das Negative

Konnte man unter Ubuntu mit den Tweak Tools noch die cmd und ctrl-Taste tauschen, gelang das unter Linux Mint leider nicht. Für Mac-Nutzer eine permanente Herausvorderung darauf zu achten die ctrl statt der cmd-Taste zu benutzen.

Ein weiteres echtes Manko ist das Dock bzw. die Startleiste mit den Icons/Startern. Diese lassen sich nur „per Zufall“ verschieben. Icons die man verschieben will, landen nur mit Glück an der gewünschten Stelle, bewegen sich oft gar nicht oder landen an einer komplett anderen Stelle, was eine thematische Sortierung ausschließt. Da das Dock zu den ständig benutzten Elementen gehört, sehr ärgerlich.

Docky zur Rettung! (die Startleiste z.B. dann rechts ausblenden)

Zum Glück gibt es ein kleines Programm namens Docky (findet man in der, dem Appstore entsprechenden, Anwendungsverwaltung), welches ein brauchbares Dock an den Bildschirmrand zaubert und sich bequem konfigurieren lässt.

Linux_Mint_Docky

Linux Mint Docky 2


Einrichtungen

Adressen, Kalender, Mail
Inzwischen ist Thunderbird der Nabel der Kommunikation. E-mail, Adressbuch und Kalender (Addon Lightning seit Version 38) finden sich in einem miteinander kommunizierenden Programm. Kalender-Import und Export (.ics-Datei) sind ebenso wie Im- und Export von Adressen (.vcf-Datei) problemlos möglich.

Kalender-Import in drei Schritten:
  1. Neuen Kalender anlegen (in diesen wird importiert)
  2. Importdatei auswählen (Menü rechts)
  3. Importieren (Das ausführende Skript kann je nach Kalendergröße etwas Zeit brauchen)


Linux_Mint_Thunderbird_Kalenderimport_1

Linux_Mint_Thunderbird_Kalenderimport_2

Linux_Mint_Thunderbird_Kalenderimport_3

Eine sehr gute Alternative zu Thunderbird ist Evolution. Das Programm vereint ebenfalls E-mail, Adressbuch und Kalender. Allerdings scheint die Exportfunktion beim Kalender nicht mehr zu existieren. Man kann zwar alles als Evolution-Daten sichern, nur ist man dann eingeschlossen in das Ökosystem dieses Programmes. Das Adressbuch lässt sich als .vcf im- und exportieren. Beim Mailprogramm stellte sich nach einigen Wochen ein Problem ein (Mails waren ausgegraut und nicht mehr auswählbar). An sich ein übersichtliches Programm, aber nicht vorbehaltlos zu empfehlen.


HP Envy 4520 Drucker im WLAN installieren
Unter Systemeinstellungen - Drucker – Gerät hinzufügen bzw. unter neuem Drucker – Adresse eingeben: ipp://192,168.1.5 (steht in den Infos des Druckers)

Linux_Mint_Drucker_WLAN_Einrichtung

Evtl. muss noch die aktuelle HPLIP von HP runterladen (die oben beschriebene Option hatte ich erst nachträglich entdeckt).
https://developers.hp.com/hp-linux-imaging-and-printing
https://developers.hp.com/hp-linux-imaging-and-printing/gethplip

In diesem Fall die .run-Datei dann ausführen.
Für den Pfad die Datei einfach ins Terminalfenster ziehen:
chmod 755 xxxxxx.run [Enter]
xxxxxx.run [Enter]


Audio CD brennen mit Xfburn
K3b meldete Rechteprobleme mit dem angeschlossenen Brenner, Brasero startete gar nicht erst den Brennprozess. Kfburn findet man in der Anwendungsverwaltung.

Um MP3s zu brennen müssen diese erst mit Winff in WAV umgewandelt werden. Dazu im Terminal folgendes eingeben:

sudo apt-get install winff [Enter] und Eingabe des Benutzerpasswortes.

Winff [Enter]

Dort unter Konvertieren: Audio und als Profil: WAV for CD einstellen

Linux Mint Winff

Positiv zu nennen: MP3-Dateien lassen sich dabei aus dem iTunes-ähnlichen Programm Rhythmbox ausgewählt einfach in Winff reinziehen. Nach Änderungsdatum sortiert können die Dateien anschließend in das Brennprogrammfenster gezogen werden.


Grafikprogramm Krita 4.0.1

Zugegeben der Klassiker GIMP hat mir nie gefallen. Die Bedienoberfläche hatte immer etwas unelegantes. Fenster mit quer-Scrollbalken, keine Standard-Cursorauswahl mit Pfeil, und viele kleine Details die mir nicht zusagten ...

Doch dann entdeckte ich Krita. Das Open Source Programm machte einen aufgeräumten und doch umfangreichen Eindruck. Eine gute Dokumentation gibt es ebenfalls.

Linux Mint Krita Grafikprogramm

Nach 20 Jahren Photoshop muss man natürlich zunächst die eine oder andere Funktion suchen, aber mein erster Eindruck ist nicht enttäuscht worden. Lediglich das Textwerkzeug hat seine Schwächen wenn es um das Einfärben von Passagen geht. JPGs kann man ohne Metadaten abspeichern (kleinere Dateien fürs Web), Ebenen lassen sich anlegen und Dateien als PSD speichern.


Fazit: Bisher hat sich für alles außer dem ctrl - cmd-Tastentausch eine Lösung gefunden. Zugegeben, Linux ist für den verwöhnten Mac-Nutzer gewöhnungsbedürftig. Für den erfahrenen Mac-Nutzer aber vertraut genug um in der immer anstrengender werdenden Monokultur mit ID-Gängelung, Cloud-Diensten und Update-Zwang eine ernste Alternative zu bieten. Ein bisschen "back to the roots" muss man dabei allerdings schon wollen.

Wer übrigens gerne Zeit und Datum gut im Blick hat, kann per Rechtsklick auf den Schreibtisch ein Desklet hinzufügen.

Linux Mint Desklets Zeit Datum Wetter

Auch das BBC Wetter Desklet ist eine nette Sache. Die Location-Nummer findet man in der Adresszeile nach der Ortssuche unter https://www.bbc.com/weather/2911298.


Nr. 4945 (23:54)




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